Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und unsere Spaziergänge durch Wald und Wiesen machen wieder mehr Spaß. Doch mit dem Frühling nimmt nur nur die Freude am Spazieren wieder zu, sondern auch etwas anderes: Zecken.
Sie sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern können ernsthafte Krankheiten auf unsere
Hunde übertragen. Eine dieser ist die Lyme-Borreliose. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was genau dahintersteckt und wie du deinen Vierbeiner bestmöglich schützen kannst.
Die Borreliose wird durch spiralförmige Bakterien, die sogenannten Borrelien, ausgelöst.
Übertragen werden sie in Deutschland hauptsächlich durch den Gemeinen Holzbock (eine Schildzeckenart). Die Borrelien sitzen im Darm der Zecke. Wenn die Zecke zubeißt und anfängt, Blut zu saugen, wandern diese Bakterien erst langsam in die Speicheldrüsen der Zecke und von dort in den Hund. Dieser Prozess dauert in der Regel 16 bis 24 Stunden. Das bedeutet: Eine Zecke, die sofort oder nach wenigen Stunden entfernt wird, kann die Krankheit noch nicht übertragen haben! Schnelligkeit ist hier also der beste Schutz.
Symptome beim Hund: Oft spät und unspezifisch
Während wir Menschen nach einem Zeckenbiss oft die typische "Wanderröte" (einen roten, wachsenden Ring um die Bissstelle) entwickeln, bleibt dieses Warnsignal beim Hund unter dem Fell fast immer unbemerkt oder tritt gar nicht erst auf.
Die Symptome einer Borreliose beim Hund zeigen sich oft erst Wochen oder sogar Monate nach dem eigentlichen Biss. Typische Anzeichen sind:
- Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit (Lethargie)
- Plötzliche, oft wechselnde Lahmheiten (heute humpelt das rechte Vorderbein, morgen das linke Hinterbein)
- Geschwollene und schmerzhafte Gelenke
- Geschwollene Lymphknoten
- Appetitlosigkeit
Wenn du diese Symptome bei deinem Hund bemerkst, ist ein tierärztlicher Check-up dringend anzuraten. Mit speziellen Bluttests können wir feststellen, ob eine Infektion vorliegt und entsprechend behandeln.
Prävention: Der beste Biss ist der, der nicht passiert
Es gibt verschiedene Präparate, die entweder abwehrend (repellent) wirken und die Zecke vom Zubeißen abhalten, oder sie kurz nach dem Biss abtöten, bevor die Übertragungszeit der Borrelien abgelaufen ist.
- Spot-ons: Werden in den Nacken getropft und verteilen sich über die Haut.
- Halsbänder: Geben kontinuierlich Wirkstoffe ab und halten oft eine ganze Saison.
- Kautabletten: Wirken von innen. Die Zecke muss beißen, stirbt dann aber extrem
schnell ab.
Zeckenschutz ist aktiver Tierschutz. Durch eine Kombination aus passenden, evidenzbasierten Prophylaxe-Präparaten und dem täglichen Absuchen reduzierst du das Risiko einer Borreliose-Infektion auf ein absolutes Minimum.


