Dein Hund ist weit mehr als nur ein Haustier. Er ist ein geliebtes Familienmitglied. Sein Wohlbefinden steht an oberster Stelle. Doch im Alltag ist es oft gar nicht so leicht zu entscheiden: Ist das nur eine kleine Unpässlichkeit oder steckt etwas Ernstes dahinter? Hier erfährst du von einer Tierärztin, bei welchen Alarmzeichen du unbedingt mit deinem Hund zum Tierarzt gehen solltest und welche Sofortmaßnahmen du selbst ergreifen kannst.
1. Atemnot: Dein Hund atmet schwer oder keucht
Es ist einer der Momente, in denen jedem Hundebesitzer das Herz stehen bleibt: Der eigene Vierbeiner bekommt plötzlich keine Luft mehr. Atemnot ist ein absolut kritisches Warnsignal, das du niemals ignorieren darfst. Wenn dein Hund schwer atmet, ohne dass er gerade getobt hat, oder wenn dein Hund keucht, kann das auf eine akute Blockade der Atemwege, eine allergische Reaktion oder Herz-Lungen-Probleme hindeuten.
Besonders gefährlich wird es, wenn du eine bläuliche Verfärbung der Schleimhäute (z. B. am Zahnfleisch) bemerkst. In diesem Fall gelangt nicht mehr genügend Sauerstoff in das Blut. Diese Situation kann akut lebensbedrohlich sein.
Sofortmaßnahmen bei Atemnot
- Ruhig halten: Versuche, selbst so ruhig wie möglich zu bleiben, um deinen Hund zu beruhigen und seinen Stresspegel nicht weiter zu erhöhen.
- Atemwege kontrollieren: Prüfe vorsichtig, ob Fremdkörper die Luftwege behindern, und halte diese frei.
- Notfall-Transport: Lagere den Kopf deines Hundes beim Transport zum Tierarzt leicht erhöht, um ihm das Atmen zu erleichtern.
- Klinik-Check: Kontaktiere umgehend den Notfalltierarzt oder die nächste Tierklinik, damit diese sich auf deine Ankunft vorbereiten können.
2. Dein Hund zeigt plötzliche Schwäche oder Bewusstseinsstörungen
Dein Hund verliert plötzlich die Kraft in den Beinen, bricht zusammen oder scheint für einen Moment „weggetreten“ zu sein. Ein solcher Schwächeanfall beim Hund kommt oft völlig unerwartet und ist ein ernstzunehmendes Zeichen dafür, dass im Körper etwas Grundlegendes nicht stimmt.
Ob es sich um ein Herz-Kreislauf-Problem, eine neurologische Ursache oder eine akute Unterzuckerung handelt, kann nur ein Profi feststellen. Auch wenn dein Liebling nach wenigen Minuten wieder aufsteht, solltest du diesen Vorfall niemals als „einmaligen Aussetzer“ abtun. Eine sofortige Untersuchung beim Notfalltierarzt ist hier lebensnotwendig, um die Ursache zu finden und Folgeschäden zu vermeiden.
Sofortmaßnahmen bei einem Schwächeanfall
- Vitalfunktionen prüfen: Kontrolliere sofort, ob dein Hund noch atmet und ob du einen Herzschlag spüren kannst.
- Ruhe bewahren & sichern: Schütze deinen Hund vor Verletzungen, falls er krampft, aber bewege ihn so wenig wie möglich.
- Warm halten: Decke deinen Hund zu, um seine Körpertemperatur stabil zu halten und den Kreislauf zu unterstützen.
- Notfallvorstellung: Bringe deinen Hund auf direktem Weg in die nächste Tierklinik oder zum Notdienst.

3. Dein Hund leidet unter Erbrechen und Durchfall
Jeder Hund hat mal einen „flauen Magen“, besonders wenn er draußen etwas Unpassendes stibitzt hat. Doch es gibt eine Grenze zwischen einer leichten Verstimmung und einem medizinischen Notfall. Wenn Erbrechen und Durchfall bei deinem Hund anhaltend auftreten, verliert sein Körper in rasender Geschwindigkeit Flüssigkeit und wichtige Elektrolyte.
Besonders kritisch wird es, wenn du Blut im Stuhl oder im Erbrochenen entdeckst. Dies kann auf schwere Entzündungen, Vergiftungen oder gar innere Verletzungen hindeuten.
Warum Erbrechen und Durchfall bei deinem Hund kritisch sein können
- Dehydration: Vor allem kleine oder ältere Hunde trocknen extrem schnell aus, was zu Organversagen führen kann.
- Innere Blutungen: Blutiger Auswurf oder Durchfall sind Anzeichen für fortbestehende Blutungen, die lebensgefährlich sind.
- Schmerzmanagement: Schwere Magen-Darm-Entzündungen verursachen deinem Hund massive Schmerzen, die medikamentös gestoppt werden müssen.
Mit dem Hunderunde-Futtertopping Magen & Darm vorbeugen
Bei akuten und anhaltenden Symptomen ist der Gang zum Tierarzt mit deinem Hund unerlässlich. Um die Magen-Darm-Gesundheit zu fördern und das Auftreten von Beschwerden zu reduzieren, haben wir unser rein pflanzliches Futtertopping Magen & Darm entwickelt. Es fördert ein entspanntes Bauchgefühl, unterstützt mit Präbiotika die natürliche Darmflora deines Hundes und ist komplett frei von Zusätzen.
4. Akute Schmerzen und Lähmung: Wenn dein Hund schreit
Es ist herzzerreißend, wenn der eigene treue Begleiter plötzlich aufschreit oder sich nicht mehr bewegen kann. Wenn dein Hund schreit, extreme Schmerzen zeigt oder Anzeichen von Lahmheit bis hin zur Unfähigkeit aufzustehen aufweist, ist dies ein deutliches Signal für eine ernsthafte Verletzung oder Erkrankung. In diesen Fällen sollte ein Tierarzt deinen Hund unbedingt untersuchen.
Wichtig zu wissen: Schmerz ist ein Stressfaktor, der das Verhalten eines Tieres verändern kann. Selbst der sanftmütigste Hund kann bei starken Schmerzen instinktiv mit Aggression reagieren – achte daher zu deiner eigenen Sicherheit auf seine Signale.
Sofortmaßnahmen, wenn dein Hund schreit
- Ruhig halten: Vermeide unnötige Bewegungen, um mögliche Verletzungen nicht zu verschlimmern.
- Manipulationen vermeiden: Versuche auf keinen Fall, Gliedmaßen einzurenken oder Wunden tiefgehend zu untersuchen, falls du eine innere Verletzung vermutest.
- Kontakt aufnehmen: Informiere umgehend deinen Tierarzt oder die Notfallklinik über den Zustand deines Hundes.
5. Vergiftung beim Hund: Jede Minute zählt
Hunde sind neugierig, doch leider lauern im Haushalt und im Garten viele Gefahren. Ob Schokolade, Xylitol (Birkenzucker) oder Frostschutzmittel: eine Vergiftung beim Hund ist ein absoluter medizinischer Notfall, der sofortiges Eingreifen erfordert. Oft entscheiden hier Minuten über den weiteren Verlauf.
Sofortmaßnahmen bei Vergiftungsverdacht
- Kein Erbrechen auslösen: Versuche niemals, deinen Hund selbst zum Erbrechen zu bringen, da dies bei bestimmten Giften die Speiseröhre zusätzlich schädigen kann.
- Sofortiger Anruf: Kontaktiere die Tierklinik bereits auf dem Weg dorthin, damit das Team lebensrettende Maßnahmen vorbereiten kann.
- Proben mitnehmen: Falls du weißt, was dein Hund gefressen hat (z.B. eine Verpackung), nimm diese unbedingt mit zum Tierarzt.

6. Dein Hund hat ein rotes Auge, starke Blutungen oder Wunden
Die Augen deines Hundes sind hochempfindlich. Ein rotes Auge beim Hund kann harmlos sein, aber bei starken Rötungen, offensichtlichen Verletzungen oder Trübungen darfst du keine Zeit verlieren. Augenverletzungen sind oft extrem schmerzhaft und können ohne schnelle Behandlung zum dauerhaften Verlust des Sehvermögens führen.
Auch bei äußeren Verletzungen ist Vorsicht geboten. Eine tiefe oder stark blutende Wunde muss professionell versorgt werden, um Infektionen und übermäßigen Blutverlust zu verhindern.
Sofortmaßnahmen bei Wunden
- Druckverband anlegen: Lege bei starken Blutungen einen leichten Druckverband an, um den Blutfluss zu stoppen.
- Vorsicht bei Brüchen: Bei Verdacht auf offene Frakturen darf keine starke Kompression ausgeübt werden.
- Keine Selbstmedikation: Trage keine Salben oder Tropfen ohne Rücksprache mit einem Tierarzt auf.
7. Dein Hund hat einen aufgeblähten Bauch: Lebensgefahr durch Magendrehung
Einer der gefürchtetsten Notfälle ist die Magendrehung beim Hund. Wenn du bemerkst, dass dein Hund einen aufgeblähten Bauch hat oder dazu passende Symptome zeigt, ist dies ein absoluter Notfall. Oft tritt die Aufblähung zusammen mit extremer Unruhe, erfolglosem Würgen und einem harten Bauchraum auf.
Hier zählt jede Sekunde: Eine Magendrehung schnürt die Blutzufuhr ab und führt ohne sofortige Operation in der Klinik unweigerlich zum Tod.
Was du im Notfall niemals tun solltest
In der Panik möchte man seinem Liebling sofort helfen, doch manche gut gemeinten Taten können nach hinten losgehen. Es gibt Dinge, die du niemals ohne Rücksprache mit einem Tierarzt tun solltest:
- Keine Humanmedizin: Gib deinem Hund niemals Medikamente aus deiner eigenen Hausapotheke. Was uns hilft, kann für Hunde lebensgefährlich sein.
- Keine Manipulationen: Wenn du innere Verletzungen vermutest, halte deinen Hund so ruhig wie möglich und versuche nicht, ihn unnötig zu bewegen oder abzutasten.
- Ruhe bewahren: Hektik überträgt sich auf das Tier. Deine wichtigste Aufgabe ist es, deinen Hund sicher und schnell zum Tierarzt zu bringen.
Mit dem Hund zum Tierarzt: Deine Notfall-Checkliste

Damit du im Ernstfall nicht lange suchen musst, haben wir eine kleine Checkliste für dich vorbereitet:
- Telefonnummern: Speichere die Nummer deines Haustierarztes und der nächsten 24h-Notfallklinik direkt im Handy ab.
- Navigation: Hinterlege die Adresse der Tierklinik in deinem Navi, um wertvolle Minuten zu sparen.
- Erste-Hilfe-Set: Halte Verbandsmaterial für eine Erstversorgung bereit.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Alarmzeichen beim Hund
Kann die richtige Ernährung dabei helfen, Tierarztbesuche zu reduzieren?
Ja, eine hochwertige Ernährung ist die Basis für ein langes Hundeleben. Unser Ziel bei Hunderunde ist eine ganzheitliche Gesundheit, die nicht nur satt macht, sondern gezielt die Verdauung, die Energie und das allgemeine Wohlbefinden stärkt. Durch den Verzicht auf billige Füllstoffe helfen unsere Produkte dabei, ernährungsbedingte Probleme wie Allergien oder Unverträglichkeiten gar nicht erst entstehen zu lassen.
Was kann ich tun, wenn mein Hund ständig unter leichten Magen-Darm-Problemen leidet?
Magen-Darm-Symptome wie häufiges Magengrummeln, Sodbrennen oder weicher Kot sind oft Anzeichen für eine sensible Verdauung. Unser Magen & Darm Futtertopping wurde speziell entwickelt, um Probleme zu lösen, die ihren Ursprung im Verdauungstrakt haben.
Was ist der Unterschied zwischen einer Allergie und einem akuten Magen-Darm-Notfall?
Während eine Allergie oft chronische Symptome wie stumpfes Fell oder ständiges Ohrenkratzen zeigt, erkennst du einen Notfall an der Plötzlichkeit und Intensität. Wenn dein Hund zusätzlich zum Durchfall lethargisch wirkt, einen aufgeblähten Bauch hat oder blutigen Auswurf zeigt, ist dies kein Fütterungsfehler mehr, sondern ein Fall für die Notfallklinik.
Wie erkenne ich, ob mein Hund Schmerzen hat, wenn er nicht schreit?
Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Achte auf subtile Zeichen wie plötzliche Appetitlosigkeit, starkes Hecheln im Ruhezustand oder eine verkrampfte Körperhaltung. Auch Unruhe, ein Rückzug aus der Gemeinschaft oder untypische Aggression können Warnsignale sein. In diesen Fällen solltest du deinen Hund zur Sicherheit untersuchen lassen.
Mein Hund kommt aus dem Tierschutz: Muss ich bei Alarmzeichen besonders vorsichtig sein?
Da viele Hunde aus dem Tierschutz kommen, ist diese Frage besonders wichtig. Tierschutzhunde haben oft eine unbekannte medizinische Vorgeschichte oder bringen versteckte Vorerkrankungen mit. Bei Symptomen wie plötzlicher Schwäche oder Atemnot solltest du im Zweifel lieber einmal zu früh zum Tierarzt, da du eventuelle „Schwachstellen“ deines Hundes vielleicht noch nicht alle kennst.
Was gehört in eine Hunde-Hausapotheke, um für diese Notfälle bereit zu sein?
Zur Vorbereitung auf die genannten Alarmzeichen solltest du Verbandsmaterial für Wunden, ein Fieberthermometer und eine Taschenlampe (um Pupillen oder das Maul zu prüfen) griffbereit haben.
Wie verhalte ich mich, wenn mein Hund vor Schmerzen aggressiv reagiert?
Das ist eine natürliche Schutzreaktion. Wenn dein Hund schreit oder eine schwere Wunde hat, achte zuerst auf deine eigene Sicherheit. Benutze im Notfall eine weiche Decke, um den Hund vorsichtig zu fixieren und zu transportieren. Zögere auch nicht, dir in einer solchen Situation Hilfe von Nachbarn oder Passanten zu holen, um deinen Hund sicher zum Tierarzt zu bringen.



