Gesundheit & Ernährung

Allergien und Ausschlussdiäten - Systematisch zur beschwerdefreien Fütterung

Allergien und Ausschlussdiäten - Systematisch zur beschwerdefreien Fütterung

Natürlich! Hier ist dein Text als Blogbeitrag formatiert – ohne inhaltliche Änderungen, Futtermittelallergien gehören zu den hartnäckigsten Problemen in der Hundehaltung. Betroffene Tiere leiden häufig unter chronischem Juckreiz, wiederkehrenden Ohrenentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden.

Warum Blut- und Hauttests oft nicht weiterhelfen

Blut- und Hauttests liefern oft unzuverlässige Ergebnisse. Die einzige verlässliche Methode zur Identifikation des auslösenden Futtermittels bleibt daher die systematische Ausschlussdiät.

Der Ablauf einer Ausschlussdiät

Während der acht- bis zwölfwöchigen Ausschlussphase wird strikt nur eine Eiweißquelle und eine Kohlenhydratquelle gefüttert.
Snacks, Kauartikel oder Futterabweichungen sind tabu!

Dokumentation ist entscheidend

Halter:innen führen während der Diät detaillierte Aufzeichnungen:

  • Zeitpunkt und Häufigkeit der Mahlzeiten

  • Konsistenz und Menge des Kotabsatzes

  • Auftretende Hautreaktionen oder Juckreizattacken

Treten Symptome auf, kann der zuletzt eingeführte Futterbaustein als potenzieller Auslöser gelten.

Provokationstest: Die Rückführung einzelner Zutaten

Nach der strikten Diätphase folgt die sogenannte Provokation:
Einzelne Zutaten werden im Abstand von ein bis zwei Wochen wieder zugefüttert. Setzen Symptome erneut ein, lässt sich die verantwortliche Zutat klar identifizieren – wenn man das möchte.

Die Herausforderung: Disziplin und psychische Belastung

Neben der nötigen Konsequenz ist vor allem die emotionale Belastung für Tier und Halter:in nicht zu unterschätzen.
Transparente Kommunikation mit dem Tierarzt sowie gegebenenfalls die Begleitung durch eine Ernährungsberatung können den Prozess spürbar erleichtern.

Sonderfall: Multiple Auslöser

Bei mehreren auslösenden Stoffen kann der Einsatz von hydrolysiertem Spezialfutter sinnvoll sein. Dieses enthält Eiweiß, das in so kleine Bausteine zerlegt wurde, dass es vom Immunsystem nicht mehr als Allergen erkannt wird.

Das Ziel: Ein beschwerdefreier Alltag

Am Ende dieses aufwendigen Prozesses steht ein großer Gewinn:

  • Ein klar definierter, verträglicher Fütterungsplan

  • Gesunde Haut und stabile Verdauung

  • Mehr Lebensfreude für Hund und Halter:in

Die wiedergewonnene Leichtigkeit im Alltag – ungestörtes Spiel, erholsamer Schlaf, weniger Sorgen – zeigt, wie wichtig individuelle und bedarfsorientierte Ernährung ist.

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Autor*in

Nane Schonburg

Tierärztin mit Schwerpunkt auf Neurologie